Experte für Enterostomatherapie
Enterostomatherapie - Eine Versorgungsform von gleichbleibend hoher Bedeutung
Die Zahl neuer Stomaanlagen liegt in Deutschland nahezu konstant bei ca. 33.000. Die überwiegende Zahl der zu versorgenden Menschen bedarf einer umfassenden Betreuung durch in der Enterostomatherapie qualifizierte Fachkräfte.
Bedingt durch den Fortschritt in Medizin und Pflege ist eine stetige Weiterbildung für Pflegekräfte unumgänglich. Die Vertiefung des vorhandenen Wissens und das Arbeiten im Team sind grundlegende Kompetenzen. Erforderlich sind Kenntnisse über Grunderkrankungen, in der Wundversorgung, in der (künstlichen) Ernährung, in der Beratung von Betroffenen und der Rehabilitation von Betroffenen.
Ziele der Weiterbildung
Die Weiterbildung zum "Enterostoma-Experten" befähigt Pflegefachkräfte, die über eine mindestens zweijährige Berufserfahrung verfügen, Betroffene vor dem Hintergrund der jeweiligen Erkrankung und ihrer individuellen Bedürfnisse umfassend und angemessen zu versorgen.
Inhalte der Weiterbildung
Die Weiterbildung umfasst derzeit 14 Module (insgesamt 332 Stunden theoretischen Unterricht), die durch eine Hospitation im Umfang von 16 Zeitstunden bei geeigneten Institutionen (Umgang mit und Versorgung von Stomaträgern) ergänzt werden.
Jedes der Module wird mit einem Leistungsnachweis (Klausur, Hausarbeit oder Referat) abgeschlossen. Über die Hospitation ist ein Hospitationsbericht zu erstellen, der ebenfalls bewertet wird.
Die Module im Einzelnen:
- Pflegewissenschaft (30 USt.)
- Gesundheitsversorgung, Strukturen des Gesundheitssystems (16 USt.)
- Rechtliche Grundlagen (8 USt.)
- Patientenedukation / -beratung (52 USt.)
- Gesundheitslehre / Prävention (8 USt.)
- Ethik in der Pflege (8 USt.)
- Stomamanagement (48 USt.)
- Kontinenzmanagement (48 USt.)
- Wundmanagement / Wundexperte ICW e. V. ( 56 USt. zzgl. Hospitation)
- Fistelmanagement (10 USt.)
- Pflege in der Onkologie (8 USt.)
- Schmerztherapie (18 USt.)
- Ernährung (12 USt.)
- Hospitation (16 USt.)
Die Struktur der Weiterbildung - Lernen in Modulen
Die Weiterbildung umfasst eine Reihe von Modulen, die als Einzelkurse gebucht werden können und in der Summe den Abschluss "Stomaexperte/Stomaexpertin" ergeben. Die Einzelkurse sind Module anderer Weiterbildungen (Pflegewissenschaftliche Grundlagen, Strukturen des deutschen Gesundheitssystems) oder abgeschlossene Weiterbildungsangebote wie z. B. Pflegeberater gem. § 45 SGB XI, Moderatorentraining, Wundexperte ICW e. V.
Bereits vorhandene, erfolgreich abgeschlossene Weiterbildungen (z. B. Wundexperte ICW e. V., Moderationrentraining, Qualifizierung zur Verantwortlichen Pflegefachkraft) können entsprechend der Konzepte "Modularisierung", "Anschlussfähgikeit" und "longlife-learning" auf Basis von vorhandenen Zertifikaten anerkannt werden und in die Weiterbildung einfließen.
Umsetzung des Erlernten in der Praxis
Durch das modulare Konzept und die Methode der berufsbegleitende Weiterbildung können erworbene bzw. vertiefte Kompetenzen im Arbeitsalltag erprobt und reflektiert werden.
Ihre Anmeldung zur Weiterbildung zum Enterostoma-Experten
Zugangsvoraussetzungen
- Krankenpfleger / Krankenschwester oder
- Gesundheits- und KrankenpflegerIn oder
- Kinderkrankenpfleger / Kinderkrankenschwester oder
- Altenpfleger / Altenpflegerin
- Sichere Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift Mindestens zweijährige Berufserfahrung
Erforderliche Unterlagen
- Zertifikat zur Erlaubnis der Berufsbezeichnung (siehe Zugangsvoraussetzungen)
- Nachweis über Berufserfahrung (z. B. Bescheinigung des Arbeitgebers)
Dauer der Weiterbildung
Die Weiterbildung ist berufsbegleitend. Die Module können innerhalb von 12 Monaten bei der BAAS belegt werden. Die Hospitation erfolgt am Ende der Weiterbildung.
Beginn: 12.10.2011
Genauen Terminplan bitte anfordern.
Zertifikat
Die Teilnehmer erhalten nach Abschluss der erforderlichen Module und einer erfolgreichen Hospitation ein Zertifikat zum "Enterostoma-Experten".
Eine Personenzertifizierung EN ISO 17024 ist angestrebt. Bei der Personenzertifizierung handelt es sich um eine neue Nachweisebene innerhalb des beruflichen Bildungssystems. (Öffentlich-Rechtliche sowie IHK-Ausbildungs- und Weiterbildungsprüfungen werden somit durch das privatwirtschaftliche Personenzertifizierungssystem ergänzt.)
Dozenten, u.a.
- Roland Breitling, Dipl.-Pflegepädagoge (FH), Krankenpfleger
- Ulrike Klepczynski, Dipl.-Pädagogin, Personal- und Organisationsentwicklung
- Joachim Jürgens, Dipl.-Kfm., Leiter des Bildungswerkes der BAAS
- Monika Putzer, Dipl.- Medizinpädagogin, examinierte Krankenschwester
- Friedhelm Müller, Bachelor of Nursing, Qualitätsmanager, Krankenpfleger
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
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